Energy Watch Group warnt vor Preissteigerung bei verzögertem Ausbau erneuerbarer Energien
Die Energy Watch Group warnt vor deutlichen Folgen, falls die geplante EEG Novelle und das Netzpaket so umgesetzt werden wie von Bundesumweltministerin Katherina Reiche vorgeschlagen. Nach Angaben der Organisation könnte das zu höheren Strompreisen für die gesamte Wirtschaft und zu Insolvenzen in der Erneuerbaren Branche führen.
Die Analysten rechnen bei einem gebremsten Ausbau der Erneuerbaren mit einem Anstieg des Börsenstrompreises um bis zu 4 Cent pro Kilowattstunde. Für Verbraucher würde das nach ihren Berechnungen jährlich 25 Milliarden Euro kosten. Grundlage ist ein steigender Stromverbrauch, der dann stärker durch fossile Kraftwerke gedeckt werden müsste.
Zugleich warnt die Energy Watch Group vor Risiken für den Arbeitsmarkt. Bis zu 400000 Jobs in der Branche könnten gefährdet sein, außerdem könnten 200000 neue Arbeitsplätze nicht entstehen. Die Organisation schlägt vor, die Förderung neuer Anlagen vorübergehend über eine Umlage auf den Strompreis statt über den Bundeshaushalt zu finanzieren, falls sich die Arbeiten an einer neuen Regelung verzögern.
