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Edi Rama: In Albanien gibt es keinen Vertrauensverlust

In Albanien protestieren seit mehr als einem Monat täglich tausende Menschen gegen Premierminister Edi Rama. Sie werfen ihm und seiner Regierung Vetternwirtschaft, Korruption und eine Politik zugunsten eigener Machtinteressen vor. Auslöser ist vor allem der geplante Bau von Luxusressorts im Bereich des Vjosa Narta Deltas und auf der unbewohnten Insel Sazan.

Rama weist die Vorwürfe zurück und spricht von einem Zeichen gelebter Demokratie. In einem Interview sagte er, in Albanien gebe es keinen Vertrauensverlust. Er betont, dass die geplanten Investitionen dem Land und Europa nützen würden. Mehr als vier Milliarden Euro sollen von ausländischen Investoren in das Gebiet fließen.

Kritiker werfen der Regierung vor, öffentliche Räume schrittweise zu privatisieren und Naturschutzgebiete für Luxusprojekte zu öffnen. Umweltschützer und die Europäische Kommission sehen darin eine Verschlechterung des Naturschutzes. Rama hält dagegen, es gebe keine Privatisierung öffentlicher Räume und die Gesetzesänderungen verstießen nicht gegen europäische Standards.

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