Dritte Hitzewelle des Jahres: Frankreich verschärft Krisenplan
Frankreich bereitet die Bevölkerung auf den Höhepunkt der dritten Hitzewelle des Jahres vor. Nach einer Krisensitzung mit dem Premierminister kündigte die Direktorin von Météo France weitere heiße Tage an. Für Sonntag werden Temperaturen zwischen 38 und 40 Grad, örtlich bis 41 Grad, erwartet, in weiten Teilen des Landes etwa 35 Grad.
Bereits am Samstag soll in einem Viertel der Départements die höchste Warnstufe Rot gelten, betroffen sind demnach 22 Millionen Menschen. Die Warnstufen wurden nach den Erfahrungen des Extremsommers 2003 eingeführt, als in Frankreich rund 15.000 Menschen an den Folgen der Hitze starben.
Die Regierung aktiviert außerdem einen Zivilschutzplan für extreme Hitze. Er soll vor allem alte, allein lebende und hilfsbedürftige Menschen sowie Obdachlose schützen. Diese sollen aus gefährlichen Wohnungen in gekühlte Orte der Kommunen gebracht werden. Zugleich verschärfen die Hitzewellen die Lage bei den Waldbränden. Seit Jahresbeginn brach es nach Angaben des Zivilschutzes bereits 8.000 Mal aus, mehr als 25.000 Hektar verbrannten.
