Dollar, Trump und KI Aktien: Werden die USA zum Risiko im Depot?
US Aktien waren für deutsche Anlegerinnen und Anleger lange ein wichtiger Renditemotor. Wer in den vergangenen zehn Jahren auf den S P 500 gesetzt hat, konnte seinen Einsatz mehr als verdreifachen. Besonders große Konzerne aus den Bereichen Technologie und Künstliche Intelligenz trugen zu dieser Entwicklung bei.
Gleichzeitig ist der USA Anteil in vielen Depots deutlich gestiegen, auch in Fonds wie dem MSCI World. Dort liegen nach Einschätzung von Kapitalmarktexperten inzwischen rund 72 Prozent der Anlagen in US Aktien, damit auch im Dollar. Seit dem zweiten Amtsantritt von Donald Trump hat die US Währung zum Euro mehr als elf Prozent verloren. Das kann die Rendite deutscher Anleger schmälern, selbst wenn US Aktien an der Wall Street zulegen.
Hinzu kommt nach Einschätzung von Fachleuten ein Klumpenrisiko durch die starke Konzentration auf wenige große US Konzerne und auf das Thema Künstliche Intelligenz. Empfohlen wird daher eine breitere Streuung über Regionen, Branchen, Währungen und Anlageklassen hinweg. Die USA bleiben zwar der wichtigste Kapitalmarkt der Welt, ihr Gewicht im Depot sollte aber bewusst gewählt werden.
