Deutschlands sinkende Anziehungskraft für Investoren
Deutschland verliert für internationale Konzerne seit Jahren an Attraktivität. Ein Beispiel ist der Pharmakonzern Eli Lilly in Alzey, der seine geplanten Investitionen von zwei auf eine Milliarde Euro halbiert hat. Statt rund 1000 Arbeitsplätzen sollen dort nun wohl nur noch etwa 500 entstehen. Als Gründe nannte das Unternehmen die von der Bundesregierung beschlossenen Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen und schlechtere Rahmenbedingungen.
Auch in anderen Teilen von Rheinland Pfalz gehen Investitionen zurück. BASF verlagert seit Jahren Teile der Produktion nach China, Boehringer Ingelheim strich geplante Investitionen in Deutschland in Höhe von 900 Millionen Euro, und eine Batteriefabrik in Kaiserslautern wird nicht gebaut. Studien verweisen auf eine große Investitionslücke im Vergleich zu den USA. Ökonomen sehen hohe Energiekosten, Bürokratie sowie Steuer und Abgabenlast als zentrale Bremsen. In Alzey setzt Bürgermeister Steffen Jung trotz der Kürzung weiter auf eine spätere Umsetzung des Projekts.
