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Der Richter, der den Orbán Staat besiegte, wird Präsident

Ungarn bekommt voraussichtlich am Dienstag einen neuen Staatspräsidenten. Für das Amt ist Andras Baka nominiert, einer der angesehensten ungarischen Juristen und früherer Vorsitzender des Obersten Gerichtshofes. Die Wahl gilt auch als symbolischer Bruch mit der Ordnung von Viktor Orban, der 16 Jahre lang das Land geprägt hatte.

Baka wurde von der Tisza Fraktion von Regierungschef Peter Magyar vorgeschlagen. Die Fraktion betont, das Amt nicht mit einem Parteipolitiker besetzen zu wollen. Der frühere Richter war 2011 von Orbans Regierung im Zuge einer Justizreform aus seinem Amt entfernt worden und hatte vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Erfolg. In der Regierungspartei Fidesz stößt seine Nominierung auf scharfe Kritik. Vertreter der Partei verweisen darauf, dass Sulyoks Absetzung im Juli aus ihrer Sicht illegal gewesen sei. Viele Kommentatoren sehen in Bakas Wahl dagegen ein Zeichen für den Wiederaufbau des Rechtsstaats.

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