Dämmung kann zur Falle werden: So schützt man Wohnungen vor großer Hitze
Mit steigenden Temperaturen rücken Maßnahmen gegen Hitze in Wohnungen und Häusern stärker in den Fokus. Fachleute verweisen darauf, dass sich Innenräume vor allem durch Sonneneinstrahlung über Fenster sowie durch Wärme über Dach und Außenwände aufheizen. Eine gute Dämmung hilft dabei nicht automatisch, sondern kann die Wärme im Haus halten.
Als wirksame Gegenmaßnahmen gelten außen angebrachte Verschattungen, begrünte Fassaden und mehr Stadtgrün. Bei Neubauten spielen auch Ausrichtung, Fensterflächen und die thermische Masse des Gebäudes eine Rolle. Kommunen sollen sich nach dem Änderungsentwurf des Wärmeplanungsgesetzes künftig auch mit Kälteplanung befassen. Städte mit mehr als 45.000 Einwohnern werden dazu aufgefordert, Wege zur Kühlung ihres Bereichs zu prüfen.
Klimaanlagen sind in deutschen Wohngebäuden bislang selten. Fachleute sehen ihren Einsatz vor allem dort sinnvoll, wo besonders gefährdete Gruppen leben oder arbeiten, etwa in Pflegeheimen, Krankenhäusern, Kindertageseinrichtungen, Schulen und Arbeitsstätten. Auch Wärmepumpen können im Sommer Kälte liefern, allerdings nur in begrenztem Umfang. Ansprechpartner empfehlen zudem, Rollläden und Jalousien rechtzeitig zu schließen und in den kühleren Nacht und Morgenstunden zu lüften.
