Chinas Einfluss auf Games
China hat sich in kurzer Zeit zu einem wichtigen Akteur der globalen Games Branche entwickelt. Mehr als 700 Millionen Menschen spielen dort regelmäßig digitale Spiele, vor allem auf PCs und Smartphones. Konsolen spielen wegen früherer Beschränkungen bis heute nur eine geringe Rolle. Minderjährige dürfen in China maximal drei Stunden pro Woche Onlinespiele nutzen, Erwachsene müssen sich mit echtem Namen und Identifikationsnummer registrieren.
Gleichzeitig kontrolliert der Staat den Markt streng. Ohne Lizenz ist kein Verkauf möglich, Entwickler müssen mehrere Genehmigungsstufen durchlaufen. Verboten sind unter anderem Inhalte, die Chinas Einheit oder territoriale Integrität gefährden, außerdem Pornografie, Glücksspiel und Aufrufe zu Straftaten. Das sorgt auch für Selbstzensur, wie der Journalist George E. Osborne sagt. Er warnt, dass sich Studios bei Themen und Figuren aus Rücksicht auf den Markt einschränken könnten.
Trotz der Vorgaben entstehen in China international erfolgreiche Spiele. Dazu gehört Black Myth: Wukong, das 2024 weltweit Aufmerksamkeit erregte und auf einem chinesischen Literaturklassiker basiert. Auch The Defiant von Hoothanes in Hangzhou setzt auf chinesische Geschichte und richtet sich an ein internationales Publikum.
