China verstärkt seinen Kontrollanspruch über Nordkorea
Chinas Staatspräsident Xi Jinping hat bei seiner ersten Auslandsreise 2026 Nordkorea besucht. Die Gespräche mit Machthaber Kim Jong Un sollen die Beziehungen beider Länder angesichts geopolitischer Veränderungen festigen. Nach Angaben der chinesischen Agentur Xinhua wollen beide Seiten Souveränität, Sicherheit und das Recht auf Entwicklung verteidigen und gemeinsam Frieden und Entwicklung in der Region wahren.
Im Zuge dessen sollen Zug und Flugverbindungen wieder im Regelbetrieb laufen, auch alle Grenzübergänge sollen geöffnet werden. Die Verbindungen waren während der Corona Pandemie fast vollständig unterbrochen. Beobachter sehen in dem Besuch auch den Versuch Chinas, Nordkorea wieder stärker an sich zu binden und die wachsende Abhängigkeit des Landes von Russland zu verringern.
In der Abschlusserklärung wurde eine Denuklearisierung nicht erwähnt. China erkennt Nordkorea nicht offiziell als Atommacht an, betont das Thema aber nach Einschätzung von Gesprächspartnern aus Südkorea derzeit weniger stark. China bleibt Nordkoreas wichtigster Handelspartner und eine zentrale Quelle wirtschaftlicher Unterstützung.
