Parteitag beendet: Die FDP ringt mit sich selbst und mit Kubicki
Die FDP hat auf ihrem Parteitag den Versuch eines Neustarts mit einem deutlichen Richtungsstreit verbunden. Im Zentrum stand die Frage nach dem Kurs gegenüber der AfD, die viele Delegierte beschäftigte. Auslöser waren unter anderem Aussagen von Wolfgang Kubicki zur Brandmauer.
Kubicki setzte sich bei der Wahl zum Parteivorsitzenden mit 59 Prozent gegen Marie Agnes Strack Zimmermann durch, die 39 Prozent erhielt. Auch der von ihm gewünschte Generalsekretär Martin Hagen erzielte nur 59 Prozent. Strack Zimmermann warnte danach vor einer Annäherung an die AfD und kündigte an, genau auf den künftigen Kurs der Partei zu schauen.
Kubicki zeigte sich wenig versöhnlich und betonte, seine Aufgabe sei es, die Freien Demokraten wieder ernst genommen zu machen. Innerparteilich bleibt offen, wie die FDP nach diesem Parteitag zusammenfindet. Erste Bewährungsproben stehen im September mit den Wahlen in Sachsen Anhalt, Mecklenburg Vorpommern und Berlin an.
