China Schock 2.0: Wie sich Europas Industrie schützen kann
Chinas Exportoffensive setzt Europas Industrie zunehmend unter Druck. Vor allem die massiven staatlichen Subventionen für chinesische Hersteller verschärfen den Wettbewerb. Die EU sucht deshalb nach Gegenmaßnahmen, doch höhere Zölle allein gelten als unzureichend.
Eine Studie des Kiel Instituts für Weltwirtschaft kommt zu dem Ergebnis, dass China inzwischen auch in Branchen mittraditionell starker europäischer Industrie stark konkurrenziert. Betroffen sind vor allem Automobilbau, Chemie und Maschinenbau. Die Forschenden sprechen von einem China Schock 2.0, weil diesmal besonders technologisch anspruchsvolle Industrien unter Druck geraten.
Hinzu kommen nach Einschätzung von Experten weitere Vorteile für China, darunter ein niedriger Wechselkurs und umfangreiche Industriesubventionen. Im deutschen Außenhandel zeigt sich der Trend bereits deutlich: Die Exporte nach China gingen in den ersten acht Monaten 2026 zurück, während die Einfuhren aus China zunahmen. Die EU-Kommission will nun neue Instrumente entwickeln, um den Binnenmarkt schneller gegen unfaire Handelspraktiken zu schützen.
