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China: Dissident verurteilt blutige Niederschlagung von 1989

Wuer Kaixi, eines der bekanntesten Gesichter der chinesischen Studentenbewegung von 1989, erinnert an die blutige Niederschlagung der Proteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Er berichtet von den damaligen Ereignissen, als Panzer in die Pekinger Innenstadt rollten und Soldaten auf unbewaffnete Demonstrierende schossen. Eine offizielle Zahl der Todesopfer gibt es nicht, Schätzungen reichen bis zu 3000 Toten.

Der heute in Taiwan lebende frühere Aktivist kritisiert die chinesische Regierung bis heute scharf. Bei einer Veranstaltung in Tokio warnte der 57 Jährige vor Pekings Vorgehen gegen Dissidenten, Minderheiten und andere Länder. Er sagte, Handels und Wirtschaftsinteressen hätten in der Vergangenheit oft Vorrang vor Menschenrechten erhalten.

Wuer Kaixi verweist auch auf Chinas wirtschaftlichen und politischen Einfluss im Ausland, unter anderem auf die Beteiligung des Staatsunternehmens COSCO am Containerterminal Tollerort im Hamburger Hafen. Er sagt, China wolle Druck auf andere Regierungen ausüben und schwächere Nachbarn unter Druck setzen. Zugleich beschreibt er sein Leben im Exil als schwere Belastung und sagt, er wolle eines Tages nach China zurückkehren.

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