Bundesparteitag der Linken: Am Ende finden sie Kompromisse
Die Linke hat auf ihrem Parteitag in Potsdam nach langen Debatten einen Kompromiss zur Haltung zu Israel und Palästina beschlossen. Das Papier betont die Zwei Staaten Lösung und das Existenzrecht von Israel und Palästina. Zugleich will die Partei das Vorgehen Israels in Gaza künftig als Genozid bezeichnen. Der Antrag wurde mit deutlicher Mehrheit angenommen.
Auch bei der Wahl des neuen Parteivorstands gab es klare Ergebnisse und Spannungen. Jan van Aken wurde aus gesundheitlichen Gründen verabschiedet, Ines Schwerdtner mit knapp 86 Prozent bestätigt. Der einzige Kandidat für van Akens Nachfolge, Luigi Pantisano, wurde nach scharfer Kritik an seiner Wortwahl gegenüber der CDU mit 53 Prozent gewählt.
Am Ende beschloss die Partei einen neuen Leitantrag, mit dem sie ihre jüngsten Erfolge festigen will. In den kommenden Monaten plant die Linke bundesweite Demonstrationen gegen die Sozialreformen der Bundesregierung, will gegen die AfD in Sachsen Anhalt und Mecklenburg Vorpommern auftreten und eine linke Bürgermeisterin ins Rote Rathaus in Berlin bringen.
