Briefporto 2027: Standardbrief könnte 1,14 Euro kosten
Die Deutsche Post soll ihre Preise zum Jahreswechsel deutlich anheben dürfen. Nach einem Entwurf der Bundesnetzagentur könnte das Porto für Privatkundenbriefe ab Januar 2027 im Durchschnitt um 20,35 Prozent steigen. Auch für Pakete sind höhere Preise vorgesehen.
Würde der Erhöhungsspielraum gleichmäßig auf alle Briefarten verteilt, könnte ein Standardbrief künftig 1,14 Euro kosten. Derzeit liegt der Preis bei 95 Cent. Damit würde die Ein Euro Marke erstmals überschritten. Für Geschäftskundenbriefe sieht die Bundesnetzagentur denselben Erhöhungsspielraum vor.
Als Grund nennt die Behörde die sinkende Briefmenge bei weiter hohen Zustellkosten. Die Post verweist auf gestiegene Kosten für Löhne, Energie und Materialien. Beschlossen ist die Portoerhöhung noch nicht. Unternehmen und Verbände können sich zunächst äußern, danach legt die Bundesnetzagentur den endgültigen Spielraum fest. Die neuen Preise sollen ab Januar 2027 gelten und zwei Jahre Bestand haben.
