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Bosnien und Herzegowina: Nationalisten behalten die Oberhand

Bei den Wahlen in Bosnien und Herzegowina haben nationalistische Kräfte weiter die Oberhand behalten. In das dreiköpfige Staatspräsidium wurden erneut der Bosniake Denis Becirovic und die Serbin Zeljka Cvijanovic gewählt. Neu im Gremium ist die kroatische Vertreterin Darijana Filipovic, die sich klar gegen den Sozialdemokraten Slaven Kovacevic durchsetzte.

Auch in der Republika Srpska konnte die SNSD von Milorad Dodik ihre Macht festigen. Ihr Kandidat Savo Minic gewann die Präsidentschaftswahl deutlich, die Partei blieb im Regionalparlament mit 39 Prozent der Stimmen dominierend. Dodik, der sich in Banja Luka auch bei Donald Trump und Wladimir Putin bedankte, ist seit 2025 nicht mehr Präsident der Teilrepublik. Er steht weiterhin an der Spitze der SNSD und tritt für eine Abspaltung des serbischen Landesteils ein.

Für die Regierungsbildung auf Staatsebene zeichnet sich zunächst noch keine schnelle Lösung ab. Koalitionsverhandlungen ziehen sich in der Regel über Monate hin.

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