Bischofsweihe in der Schweiz: Piusbrüder suchen den Konflikt mit dem Papst
Die traditionalistische Piusbruderschaft will in der Schweiz vier Bischöfe weihen, obwohl Papst Leo XIV. sie dazu aufgefordert hat, davon Abstand zu nehmen. Für die Beteiligten kommt damit auch die Exkommunikation in Kauf. Sie sehen sich als Hüter des wahren Glaubens und als Gegenpol zum Vatikan.
Zu der Weihe versammeln sich in Ecône im Kanton Wallis Anhänger der Bewegung aus vielen Ländern, vor allem aus Frankreich. Die Piusbrüder feiern ihre Messen nach alter Liturgie auf Lateinisch. Nach Einschätzung von Religionswissenschaftler Jan Heiner Tück ist die Gruppe international vernetzt, in den sozialen Medien aktiv und gut organisiert.
Der Konflikt hat seine Wurzeln in Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils in den frühen 1960er Jahren. Auch in Deutschland wächst die Bewegung, wo die Piusbrüder am vergangenen Wochenende in Zaitzkofen fünf junge Männer zu Priestern weihten.
