Birthright auf dem Prüfstand: Wer wird US Bürger?
In den USA gilt bislang der 14. Verfassungszusatz, nach dem alle auf US-Boden geborenen Kinder automatisch die Staatsbürgerschaft erhalten, unabhängig vom Aufenthaltsstatus der Eltern. Dieses Geburtsrecht besteht seit 1868. US-Präsident Donald Trump will es für Kinder von Einwanderern ohne legalen Aufenthaltsstatus oder mit temporärem Visum einschränken.
Trump hatte die Änderung per Dekret angeordnet, ist damit aber vor Gericht bislang gescheitert. Nun liegt der Fall beim Supreme Court. Die Regierung will verhindern, dass Kinder von Müttern ohne dauerhaften Aufenthaltsstatus oder mit nur kurzfristigem Aufenthalt in den USA automatisch US Bürger werden.
Nach einer Analyse des Pew Research Center hatten im März 2026 insgesamt 32 Länder ähnliche Regeln. Dazu zählen Kanada, Mexiko und Brasilien. Kritiker warnen, dass bei einer Änderung viele Kinder ohne gesicherten Status in den USA leben könnten. Das Migration Policy Institute rechnet zudem damit, dass die US Bevölkerung ohne Aufenthaltsgenehmigung bis 2050 um 4,7 Millionen Menschen wächst.
