BGH Urteil: Schufa muss über Score Berechnung informieren
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die Schufa unter bestimmten Voraussetzungen offenlegen muss, wie der Score berechnet wird. Der Anspruch besteht demnach dann, wenn der Score entscheidend dafür war, ob ein Unternehmen einen Vertrag mit einer Verbraucherin oder einem Verbraucher abschließt.
In dem Verfahren ging es um die Klagen von vier Privatpersonen. Nach dem Urteil muss ein Kläger nur darlegen, dass die Schufa den Score an ein Unternehmen oder eine Bank weitergegeben hat und kurz darauf etwa ein Kredit abgelehnt wurde. Dann wird vermutet, dass der Score für die negative Entscheidung ausschlaggebend war. Die unteren Instanzen müssen diese Vorgaben nun in den vier Fällen anwenden.
Die Schufa verweist darauf, dass sie transparenter werden wolle und Verbrauchern erklären möchte, welche Daten gespeichert werden und wie der Score zustande kommt. Zudem will das Unternehmen auch das alte Score System nachbessern. Neue Regelungen im Datenschutzrecht, die im November in Kraft treten, sollen Auskünfte erleichtern und die Rechte von Verbrauchern stärken.
