Beratung aus Deutschland: Freie Fahrt für Handelsschiffe?
Viele Reedereien hoffen auf eine Rückkehr zur Normalität im Schiffsverkehr am Golf. Eine wichtige Rolle könnte dabei die Marine Schifffahrtsleitung der Bundeswehr in Hamburg spielen. Sie berät deutsche Reedereien bei der Lage in der Straße von Hormus und ist Schnittstelle zwischen militärischer und ziviler Schifffahrt.
Nach dem amerikanisch israelischen Angriff auf den Iran war der Schiffsverkehr im Persischen Golf zeitweise zum Erliegen gekommen. Die Bundeswehr riet deutschen Reedereien wegen der hohen Gefahr von Beschädigung oder Totalverlust zunächst von einer Durchfahrt ab. Inzwischen liegen dort weiterhin Schiffe fest. Nach Angaben aus dem Umfeld des Marinekommandos sind Seeminen im Gebiet bestätigt.
Die Lage in der Straße von Hormus gilt weiter als kompliziert. Selbst bei einer Öffnung könne es nach Einschätzung von Fregattenkapitän Steffen Lange noch drei Monate bis zu einem Jahr dauern, bis Öl, Flüssiggas und Düngemittel wieder normal transportiert werden. Deutschland bereitet zugleich eine mögliche Beteiligung an einer Sicherung des Seegebiets vor, eine solche Mission setzt aber einen belastbaren Waffenstillstand und ein Bundestagsmandat voraus.
