Belastungen für Soldaten: Wenn die Panikattacken Jahre später kommen
|

Belastungen für Soldaten: Wenn die Panikattacken Jahre später kommen

Am Veteranentag werden Soldaten gewürdigt, die für Deutschland im Ausland im Einsatz waren. Veteranen kritisieren jedoch, dass die persönlichen Folgen solcher Einsätze, vor allem psychische Belastungen, zu wenig Beachtung finden.

Bernhard Drescher war von 1990 bis 2014 bei der Bundeswehr und mehrfach im Auslandseinsatz. Jahre später bekam er Panikattacken. Erst nach langer Zeit begann für ihn eine Therapie innerhalb und außerhalb der Bundeswehr. Heute engagiert er sich im Veteranenverband Bund Deutscher EinsatzVeteranen und unterstützt ehemalige Soldaten mit ähnlichen Erfahrungen.

Auch Dunja Neukam kennt die Schwierigkeiten im Umgang mit psychischen Folgen von Einsätzen. Sie verweist darauf, dass Soldaten und Führungskräfte oft an einem starren Rollenbild festhalten und psychische Erkrankungen nicht in dieses Selbstbild passen. Nach ihren Worten kämpfen Betroffene immer wieder um Anerkennung und Entschädigung. Eine NDR Recherche aus dem vergangenen Jahr zeigte, dass 30 Prozent der Anträge auf Anerkennung einer Wehrdienstbeschädigung wegen psychischer Erkrankungen abgelehnt werden.

Zur Originalmeldung

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert