Bald fünf Jahre Haft wegen Vergewaltigung mit K.o. Tropfen
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Bald fünf Jahre Haft wegen Vergewaltigung mit K.o. Tropfen

In Deutschland sollen Vergewaltigungen unter Einsatz von K.o.-Tropfen künftig wie der Einsatz einer Waffe behandelt werden. Geplant ist eine Mindeststrafe von fünf Jahren Haft. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig spricht von einer besonders hinterhältigen und gefährlichen Form sexualisierter Gewalt und kündigt weitere Maßnahmen zum Schutz von Frauen an.

Kritik an der geplanten Verschärfung kommt von Betroffenenvertreterinnen und Forschenden. Nina Fuchs, die nach einer Vergewaltigung unter K.o.-Tropfen die Hilfsorganisation KO Kein Opfer mitgegründet hat, hält die Reform für Symbolpolitik. Sie verweist darauf, dass Betroffene bei Polizei und Justiz oft nicht ernst genommen würden und Beweise wegen der kurzen Nachweisbarkeit schnell verloren gingen.

Auch Charlotte Förster von der Technischen Universität Chemnitz sieht vor allem ein Problem bei der Strafverfolgung. In einer Studie berichteten viele Befragte von Verdachtsfällen, doch nur in wenigen Fällen kam es demnach zu einer Anzeige oder Verurteilung. Beide fordern standardisierte Verfahren, bessere Schulungen und mehr Aufklärung.

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