Bäcker im Interview: Ein Beruf mit Zukunft
Die Zahl der Insolvenzen in deutschen Bäckereien ist gestiegen, doch Andreas Schmitt vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks sieht das Handwerk nicht in seiner Existenz bedroht. Im tagesschau24 Interview verwies er auf 63 Insolvenzen im ersten Halbjahr bei knapp 8700 Betrieben und auf mehr als 400 Neugründungen im Jahr 2025. Das zeige, dass die Branche lebendig bleibe.
Als Belastungen nannte Schmitt den hohen Kostendruck, Kaufzurückhaltung, steigende Energiepreise und Rohstoffkosten. Langfristig bereiteten ihm vor allem Lohnnebenkosten und Bürokratie Sorgen. Gleichzeitig betonte er, dass Bäckereien auf unterschiedliche regionale Bedingungen reagieren müssten. In ländlichen Gegenden sei das schwieriger als in Städten.
Beim Nachwuchs sieht Schmitt ebenfalls Fortschritte. Trotz eines schwierigen Images seien die Ausbildungszahlen seit zwei Jahren deutlich gestiegen, im vergangenen Jahr um 17 Prozent. Das zeige, dass das Bäckerhandwerk für viele weiterhin attraktiv sei.
