Auch Säugetiere betroffen: Vogelgrippe wird in Australien zunehmend zum Problem
Die Vogelgrippe breitet sich in Australien weiter aus und betrifft inzwischen nicht mehr nur Vögel. Nach Angaben der Behörden wurden Anfang September mehr als 460 positive Fälle des hochpathogenen H5 Virus registriert. Betroffen sind unter anderem Eilseeschwalben und Silberkopfmöwen. Zudem gibt es erste Nachweise bei Säugetieren, darunter ein Rotfuchs, ein Langnasen Seebär und ein Gemeiner Delfin.
Das Virus war im Juni erstmals im Bundesstaat Western Australia bei zwei Zugvögeln nachgewiesen worden. Später wurde eine Australische Silberkopfmöwe positiv getestet, die als möglicher Überträger in neue Lebensräume gilt. Fachleute warnen, dass vor allem Fleischfresser und Aasfresser gefährdet sind. Für fast 400 heimische Vogel und Säugetierarten wird ein hohes bis extremes Risiko angegeben.
In Tasmanien sollen rund 350 Goldbauchsittiche in Schutzzentren und Zuchtstationen geimpft werden. Auch Zwergpinguine in New South Wales und auf Phillip Island erhalten Impfungen. Australien arbeitet zudem mit internationalen Zoos zusammen, um Erfahrungen im Umgang mit dem Virus zu nutzen.
