Atomwaffen: Immer mehr Staaten rüsten auf
Immer mehr Staaten setzen nach Einschätzung des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI wieder stärker auf Atomwaffen zur Landesverteidigung. Alle neun Atomwaffenstaaten modernisierten und erweiterten demnach 2025 ihre Arsenale. Weltweit gab es fast 12.200 Atomwaffen, die Zahl sank zwar leicht, ein Zeichen für Abrüstung ist das nach Ansicht der Forscher aber nicht.
SIPRI erwartet vielmehr, dass sich der Trend in den kommenden Jahren umkehrt. Während veraltete Sprengköpfe derzeit noch ausgemustert werden, beschleunige sich die Stationierung neuer Waffen. Besonders deutlich sei die Entwicklung in China, das seine Atomstreitkräfte schneller ausbaue als jedes andere Land und laut SIPRI rund 620 Sprengköpfe besitzt. Auch Nordkorea treibe sein Programm voran.
In Europa verfügen nur Großbritannien und Frankreich über eigene Atomwaffen. Frankreich bietet anderen europäischen Staaten an, vom atomaren Schutzschirm zu profitieren. Deutschland besitzt keine eigenen Atomwaffen und ist unter dem Schutz der USA Teil der nuklearen Teilhabe der NATO.
