Angriffe mit vielen Toten: UN Bericht wirft USA mögliche Kriegsverbrechen im Iran vor
Eine UN Untersuchungskommission stuft zwei US Luftangriffe aus der frühen Phase des Iran Kriegs als mögliche Kriegsverbrechen ein. Betroffen waren eine Mädchenschule in Minab im Süden des Landes und ein Sportkomplex in der Provinz Fars. Nach Angaben der Kommission handelte es sich um willkürliche Angriffe mit tödlichen Folgen für die Zivilbevölkerung.
Bei dem Angriff auf die Schule wurden nach offiziellen Angaben 168 Schülerinnen getötet, die UN Kommission nennt auf Basis unabhängiger Berichte 157 Tote. Für den Angriff auf den Sportkomplex in Lamerd nennt der Bericht 22 Tote. Auch dieser Einsatz in einem bewohnten Gebiet wird als mögliches Kriegsverbrechen bewertet.
Zugleich werfen die UN Berichterstatter der iranischen Regierung schwere Menschenrechtsverstöße gegen die eigene Bevölkerung vor. Sie beziehen sich auf das Vorgehen der Sicherheitskräfte bei den Massenprotesten Anfang des Jahres und die Verfolgung von Demonstranten durch die Justiz.
