Altersvorsorge: Wie die Frühstartrente funktionieren soll
Der Bundestag soll heute über die sogenannte Frühstartrente entscheiden, mit der die Altersvorsorge junger Menschen gestärkt werden soll. Kinder ab sechs Jahren, die 2020 oder später geboren wurden und in Deutschland gemeldet sind, sollen bis zur Volljährigkeit monatlich zehn Euro vom Staat erhalten. Das Geld wird am Kapitalmarkt angelegt.
Eltern müssen dafür einen zertifizierten Standarddepot Vertrag für ihr Kind abschließen. Wenn das nicht geschieht, legt der Bund die Beträge in einem Sondervermögen an, das von der Deutschen Bundesbank verwaltet wird. Zusätzliche Einzahlungen von Eltern, Großeltern oder anderen Förderern sind bis zu 6840 Euro im Jahr möglich. Ab dem 18. Lebensjahr kann weiter eingezahlt oder in einen anderen zertifizierten Vertrag gewechselt werden.
Die Förderung ist zweckgebunden für die Altersvorsorge. Die staatlichen Beiträge und Erträge bleiben in der Ansparphase steuerfrei, später greift die nachgelagerte Besteuerung. Der Bund rechnet für 2027 mit Förderausgaben von 198 Millionen Euro, bis 2030 sollen sie auf 411 Millionen Euro steigen.
