Alte Solaranlagen als Rohstoffquelle der Zukunft
Solarmodule halten oft jahrzehntelang und können nach ihrem Einsatz als wichtige Rohstoffquelle dienen. Seit Anfang der 2000er Jahre wurden weltweit jährlich rund 1,5 Millionen Module installiert, inzwischen sind es etwa acht Milliarden Module mit mehr als drei Terawatt Leistung. Viele ältere Anlagen erreichen nun ihr Lebensende, während die Zahl der ausgetauschten Module weiter steigt.
Nach 30 Jahren liefern die meisten Module noch etwa 85 Prozent ihrer ursprünglichen Leistung. Glas Glas Module können Experten zufolge bis zu 40 Jahre halten. Beim Recycling lassen sich mehr als 85 Prozent des Modulgewichts zurückgewinnen, besonders Aluminium, Glas, Silizium, Silber und Kupfer. Schwieriger bleibt die Trennung der fest verbundenen Materialien, weshalb aufwendige Verfahren nötig sind.
In der EU ist die Rückgewinnung gesetzlich geregelt, in Deutschland können private Haushalte alte Module kostenlos am Wertstoffhof abgeben. Deutschland hat derzeit die größte Recyclingkapazität für Siliziummodule, gefolgt von weiteren Anlagen in Italien, Frankreich, Australien, China, Japan und Südkorea.
