Alleinerziehende zwischen Armut und mangelnder Unterstützung
Alleinerziehende in Deutschland sind besonders häufig von Armut betroffen. In jeder fünften Familie übernimmt ein Elternteil fast alle Aufgaben allein. Nach einer Studie der Bertelsmann Stiftung erhält nur etwa die Hälfte der Kinder in alleinerziehenden Familien regelmäßig Unterhalt, oft liegt er zudem unter dem Mindestunterhalt.
Der Staat springt mit Unterhaltsvorschuss ein. Der Höchstsatz für Kinder zwischen 12 und 17 Jahren liegt bei knapp 400 Euro. Familienministerin Karin Prien will diese Leistung künftig nur noch bis zum 16. Geburtstag zahlen, was Kritik auslöst. Zudem wird der Vorschuss mit dem Kindergeld verrechnet, davon sind etwa 830000 Kinder betroffen.
Als Belastungen gelten auch niedrige Löhne, unzureichende Betreuung und schwierige Wohnungsbedingungen. Fachleute und Betroffene verweisen darauf, dass viele Alleinerziehende nach einer Trennung oder Scheidung schnell in finanzielle Not geraten und zusätzliche Kosten für Kinder oft kaum bewältigen können.
