Al Aksa Moschee: Übernimmt Israel die Kontrolle?
Mehrere arabische Staaten und weitere muslimisch geprägte Länder haben Israel vor Eingriffen am Gelände der Al Aksa Moschee in Ost Jerusalem gewarnt. Nach einem Dringlichkeitstreffen in Amman erklärten die Außenminister von zehn Mitgliedstaaten der Arabischen Liga, Verstöße gegen die geltenden Regelungen könnten einen religiösen Konflikt auslösen, dessen Folgen weit über die Region hinausreichen würden. Auch Minister aus Indonesien, Pakistan, der Türkei und Malaysia schlossen sich der Erklärung an.
Jordanien hatte das Treffen angesetzt, nachdem sich Hinweise verdichtet hatten, dass Israels Regierung die seit Jahrzehnten geltende Vereinbarung für das Gelände schleichend verändert. Israel wies die Vorwürfe zurück und betonte, Jerusalem sei noch nie so offen und für Gläubige aller Religionen so zugänglich gewesen.
Die Al Aksa Moschee ist nach Mekka und Medina die drittheiligste Stätte des Islam, zugleich ist das Gelände für Juden die heiligste Stätte ihres Glaubens. Seit Jahren gibt es Vorwürfe, der Status quo werde ausgehöhlt. Berichte deuten darauf hin, dass jüdische Besucher zunehmend Zugang erhalten und religiöse Rituale dort offen vollziehen, während muslimische Gläubige teils keinen Zutritt bekommen. Experten warnen, Veränderungen an dem Ort könnten internationale Spannungen und neue Gewalt auslösen.
