Aktion #ichstillwoichwill: Warum Stillen bis heute provoziert
Mit einer Fotoaktion unter dem Hashtag #ichstillwoichwill setzen sich Mütter in mehreren Städten für mehr Sichtbarkeit des Stillens ein. Die Teilnehmerinnen fotografieren sich beim Stillen an alltäglichen Orten wie in Bibliotheken, in der U Bahn, in der Kirche oder im Museum.
Auslöser war ein Vorfall in Saarbrücken, als ein Sicherheitsdienst eine stillende Mutter aufforderte, damit aufzuhören. Die Aktion soll gegen Stigmatisierung protestieren und das Stillen als selbstverständlich zeigen. Zugleich verweisen die Initiatorinnen darauf, dass viele stillende Frauen weiterhin kritische Blicke oder Aufforderungen erleben, sich zurückzuziehen.
Nach Angaben aus einer bundesweiten Befragung des Bundesinstituts für Risikobewertung befürworten zwar zwei Drittel der Bevölkerung, dass Mütter ihre Babys immer und überall stillen dürfen. Dennoch bleibt das Thema umstritten. Die Beteiligten wollen mit ihren Fotos auch die Bedeutung von Care Arbeit und den Blick auf weibliche Körper hinterfragen.
