Airlines fordern Konsequenzen nach Flugchaos in Großbritannien
Wegen einer technischen Störung bei der britischen Flugsicherung NATS sind in Großbritannien weit mehr als 1.000 Flüge ausgefallen. Auch am Folgetag kam es an mehreren großen Flughäfen weiter zu Ausfällen und Verspätungen. Airlines kritisierten das Unternehmen scharf und warfen ihm vor, das Luftfahrtsystem wiederholt lahmzulegen.
Ryanair forderte den Rücktritt von NATS Chef Martin Rolfe und teilte mit, mehr als 50 Flüge gestrichen zu haben. Nach Angaben der Fluggesellschaft waren 65.000 Passagiere betroffen. Die britische Zivilluftfahrtbehörde kündigte an, einen vollständigen Bericht von NATS anzufordern. Verkehrsministerin Heidi Alexander bestellte Rolfe ein.
Die Störung hatte auch Folgen an Flughäfen in Deutschland, unter anderem in Frankfurt und Düsseldorf. NATS ist in Großbritannien für 15 Flughäfen zuständig. Ursache der Probleme war zunächst unklar, eine Cyberattacke schloss NATS jedoch aus.
