Ageismus: Vorurteile gegenüber ganzen Generationen und Altersklischees
Altersdiskriminierung zeigt sich im Berufsleben oft beiläufig, hat aber spürbare Folgen. Menschen werden wegen ihres Geburtsdatums bei Bewerbungen, Fortbildungen oder im Arbeitsalltag übergangen oder abgewertet. Nach Zahlen der Antidiskriminierungsstelle des Bundes nannten mehr als 23 Prozent der in den vergangenen fünf Jahren diskriminierten Menschen das Alter als Grund.
Ageismus beschreibt die Abwertung von Menschen unabhängig davon, ob sie jung oder alt sind. Die WHO fasst das als Zusammenspiel von Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung. Frauen erleben solche Benachteiligungen häufig früher als Männer, teils schon ab Mitte 30. Auch soziale Lage und Krankheit verstärken die Risiken.
Besonders betroffen ist der Arbeitsmarkt. Eine Umfrage im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle ergab, dass fast die Hälfte der Menschen ab 16 Jahren in Deutschland bereits Altersdiskriminierung erlebt hat. Am häufigsten nennen die Befragten den Arbeitsplatz. Arbeitgeber setzen dabei oft auf Stereotype: Jüngere gelten als unerfahren, Ältere als unflexibel.
