AfD scheitert mit Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Voigt
Die AfD ist in Thüringen mit einem konstruktiven Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Mario Voigt erneut gescheitert. Im Landtag in Erfurt stimmten 33 Abgeordnete für AfD Fraktionschef Björn Höcke als neuen Ministerpräsidenten. Nötig gewesen wären mindestens 45 Stimmen, um Voigt abzuwählen. Drei Abgeordnete enthielten sich, 49 votierten gegen Höcke.
Es war bereits der zweite Versuch der AfD in diesem Jahr, Voigt durch Höcke zu ersetzen. Die Fraktion verwies erneut auf Voigts aberkannten Doktorgrad und seinen erfolglosen Widerspruch dagegen bei der TU Chemnitz. Voigt bezeichnete das Ergebnis als Rückenstärkung und sagte in Richtung Höcke, er werde sich nicht klein machen lassen.
Die Abstimmung galt auch als Test für den Zusammenhalt der Brombeerkoalition aus CDU, BSW und SPD. Die Koalition verfügt im Landtag über 44 der 88 Sitze und ist immer wieder auf Kompromisse mit der Linkspartei angewiesen.
