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AfD: die neue neoliberale Arbeiterpartei?

Die AfD hat bei der Landtagswahl in Rheinland Pfalz 19,5 Prozent der Stimmen erreicht und ihr Ergebnis damit im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren mehr als verdoppelt. Unter Arbeitern kam die Partei auf 39 Prozent und wurde dort zur stärksten Kraft.

Der Erfolg passt zu einem bundesweiten Trend, wonach immer mehr Arbeiterinnen und Arbeiter AfD wählen. In ihren Hochburgen in Ostdeutschland erhält die Partei inzwischen fast die Hälfte der Stimmen aus dieser Gruppe. Experten sehen als wichtigen Grund die Sorge vor Jobverlust und sozialem Abstieg. Gleichzeitig fühlen sich viele Arbeiter von den etablierten Parteien, vor allem von der SPD, nicht mehr vertreten.

Wahlanalysen zufolge spielen für Arbeiter bei ihrer Entscheidung für die AfD vor allem Asyl und Flüchtlingspolitik sowie die Kriminalitätsbekämpfung eine Rolle. Wirtschaftspolitik und soziale Sicherheit sind dagegen weniger ausschlaggebend. Marcel Fratzscher vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung spricht von einer extrem neoliberalen Wirtschafts und Finanzpolitik der Partei, von der am Ende vor allem ihre eigenen Wähler betroffen wären.

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