Abkühlung: Wie Städte der Hitze trotzen
Städte heizen sich bei Hitze besonders stark auf. Dicht bebaute Räume mit viel Asphalt, versiegelten Flächen und wenig Grün bilden Hitzeinseln, die um 10 bis 15 Grad Celsius wärmer sein können als das Umland. Das belastet Infrastruktur und Gesundheit. Nach Angaben der Vereinten Nationen sterben jedes Jahr fast eine halbe Million Menschen an den Folgen.
Bei den vorbereitenden UN Klimaverhandlungen in Bonn beraten kommunale Experten über Anpassungsstrategien. Hans Kluge von der Weltgesundheitsorganisation in Europa betont, Hitze sei ein stiller Killer, aber kein unvermeidbarer. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt inzwischen in Städten.
Beispiele aus Brasilien, der Türkei, Kenia und Fortaleza zeigen, wie Kommunen reagieren. Dazu gehören kühlere Gebäudegestaltung, mehr Schatten, Dachbegrünung, Trinkwasserstellen, Solaranlagen, Wetterstationen und die Begrünung von Schulhöfen. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere und kranke Menschen, wenn extreme Temperaturen auch nachts anhalten.
