Worauf bei der Finanzierung eines Hauskaufs zu achten ist
Wer ein Haus kaufen will, sollte die Finanzierung frühzeitig realistisch prüfen. Entscheidend ist, wie hoch die monatliche Belastung ausfallen darf und wie viel Eigenkapital zur Verfügung steht. Deutsche Haushalte zahlten im Januar im Schnitt 25 Prozent des Nettoeinkommens für ihre Rate. Interhyp empfiehlt, dass die Kreditbelastung 40 Prozent des Nettoeinkommens nicht übersteigen sollte.
Zum Kaufpreis kommen zudem Nebenkosten hinzu, die zehn bis 20 Prozent ausmachen können. Bei einem Haus für 400.000 Euro sollten deshalb zusätzlich 40.000 bis 80.000 Euro eingeplant werden. Eigenkapital entlastet die Finanzierung, als Richtwert gelten 15 bis 30 Prozent. Mindestens sollten die Nebenkosten gedeckt sein. Dazu zählen Ersparnisse, Bausparverträge, Rückkaufswerte von Lebensversicherungen, Wertpapiere oder auch Eigenleistung am Haus.
Auch die Bauzinsen beeinflussen die Gesamtkosten deutlich. Laut Interhyp kann ein Unterschied von 0,2 Prozentpunkten bei einer Kreditsumme von 340.000 Euro rund 600 Euro Mehrbelastung pro Jahr bedeuten. Meist wird ein Annuitätendarlehen gewählt, bei dem die monatliche Rate konstant bleibt. Alternativ kommt ein Tilgungsdarlehen infrage, das anfangs stärker belastet, dafür aber schneller entschuldet.
