Marktbericht: Ölpreise geben deutlich nach, wie lange noch?
Die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende im Nahen Osten hat die Ölpreise zum Wochenschluss deutlich gedrückt. Brent und WTI gaben seit Mittwoch jeweils um mehr als sieben Prozent nach und erreichten mit 85,80 beziehungsweise 83,20 Dollar je Fass den niedrigsten Stand seit Mitte März beziehungsweise April.
Zugleich verweisen Experten auf anhaltende Risiken. Die Ölreserven seien weltweit und regional niedrig und könnten weiter sinken. Seit Beginn des Krieges waren die Preise zuvor stark gestiegen, zeitweise auf 126 Dollar je Fass. Die Lage in der Straße von Hormus bleibt angespannt, auch wenn wichtige Ölstaaten am Persischen Golf und andere Produzenten inzwischen auf alternative Transportwege setzen.
Die Bundesbank rechnet wegen der Folgen des Iran Kriegs nur mit schwachem Wachstum in Deutschland. Für dieses Jahr erwartet sie ein Plus des Bruttoinlandsprodukts von 0,5 Prozent, für 2027 von 0,8 Prozent. Der DAX legte am Wochenschluss dagegen deutlich zu.
