Brüssel verhängt 200 Millionen Strafe gegen Temu wegen illegaler Produkte
Die EU Kommission verhängt eine Strafe von 200 Millionen Euro gegen die chinesische Online Plattform Temu. Sie wirft dem Unternehmen vor, nicht ausreichend gegen illegale Produkte auf der Plattform vorzugehen.
Nach Angaben der Kommission werden Verbraucherinnen und Verbraucher in der Europäischen Union dort zu häufig mit gefälschten, gefährlichen, giftigen oder umweltschädlichen Produkten konfrontiert. Grundlage dafür seien eigene Ermittlungen, Untersuchungen von Verbraucherschutz Organisationen und Testkäufe. Dabei hätten unter anderem Klein Elektronik, Ladegeräte und Babyspielzeug bei Sicherheitsprüfungen schlecht abgeschnitten.
Temu hatte zuvor bereits mehrere Aufforderungen aus Brüssel erhalten, Risikobewertungen nach den europäischen Digitalgesetzen vorzulegen und betroffene Händler zu entfernen. Die Kommission kritisiert zudem Empfehlungssysteme und Werbung mit Influencern, die die Verbreitung illegaler Produkte verstärken könnten.
Temu kündigte an, die Entscheidung zu prüfen und weiter mit der EU Kommission zusammenzuarbeiten. Bis Ende August soll das Unternehmen einen Plan vorlegen, wie die Mängel behoben werden sollen.
