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Flávio Bolsonaro verlässt nach Wahlniederlage Brasilien

Wenige Tage nach seiner Niederlage bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien ist der rechte Politiker Flávio Bolsonaro trotz eines richterlichen Ausreiseverbots ins Ausland geflohen. Nach Angaben der argentinischen Einwanderungsbehörde reiste der Senator auf dem Landweg nach Argentinien ein und flog von dort mit einem Privatflugzeug weiter Richtung Ecuador. Die Nachrichtenagentur AFP meldete unter Berufung auf Reporter, die Maschine sei inzwischen in Miami im US Bundesstaat Florida gelandet.

Vor seiner Ausreise war Bolsonaro einer Anordnung des Obersten Gerichts nicht nachgekommen, seine Reisepässe binnen 24 Stunden abzugeben. Der Richter Alexandre de Moraes hatte die Dokumente für ungültig erklärt und Bolsonaro das Verlassen des Landes untersagt. Die Verfügung steht im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen mutmaßlicher Geldwäsche im Umfeld von Unternehmen und Online Sportwetten. Bolsonaro wies Ausreisepläne zuvor zurück und erklärte, er wolle gegen die Maßnahme vorgehen.

Die Niederlage gegen Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva hatte Bolsonaro bei der Stichwahl 48,2 Prozent der Stimmen eingebracht. Lula kam auf 51,8 Prozent.

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