Nach der Wahl zur Knesset: So könnte es in Israel nun weitergehen
In Israel ist nach der Wahl zur Knesset offen, wer das Land künftig regieren wird. Weder das Lager von Benjamin Netanjahu noch das Oppositionsbündnis um Gadi Eisenkot erreicht nach Teilauszählungen die nötige Mehrheit von 61 Sitzen. Die arabisch israelischen Listen gewannen 17 bis 18 Mandate und könnten bei der Regierungsbildung eine wichtige Rolle spielen.
Im ersten Schritt muss das amtliche Ergebnis veröffentlicht werden. Danach beauftragt Präsident Izchak Herzog einen Abgeordneten mit der Regierungsbildung, der die besten Aussichten auf eine Mehrheit hat. Für den ersten Anlauf sind 28 Tage plus eine mögliche Verlängerung vorgesehen. Sollte das scheitern, folgen weitere Fristen, bevor am Ende auch Neuwahlen möglich sind.
Als denkbare Varianten gelten eine Koalitionsbildung, eine Minderheitsregierung, eine Regierung der nationalen Einheit oder Neuwahlen. Sollte niemand eine Regierung bilden, löst sich das Parlament automatisch auf. Neuwahlen müssten dann innerhalb von 90 Tagen stattfinden, spätestens bis Mitte April 2027. Bis dahin bliebe Netanjahu mit einer Übergangsregierung im Amt.
