Wahlverlierer Bolsonaro flieht offenbar: USA erteilen Visum
Der brasilianische Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro ist US Medienberichten zufolge in den Vereinigten Staaten eingetroffen. Zuvor hatte sich der juristische Druck auf den Senator nach seiner knappen Niederlage bei der Präsidentenwahl verschärft. Der Oberste Gerichtshof in Brasília hatte seine Ausreise untersagt und seine Reisepässe für ungültig erklärt.
Die USA erklärten sich dennoch bereit, Bolsonaro und seiner Familie Visa auszustellen und die Einreise zu gestatten. Ob er bereits wirklich angekommen ist, bestätigte ein Regierungsvertreter nicht. Medienberichten zufolge wollte Bolsonaro in den USA Asyl beantragen. Zugleich war unklar, über welchen Weg er das Land verlassen hatte. Südamerikanische Medien berichteten über eine mögliche Hilfe aus Argentinien, was die dortigen Behörden zurückwiesen.
Gegen Bolsonaro ermittelt die brasilianische Justiz wegen des Verdachts auf Korruption und Geldwäsche. Bei der Wahl unterlag er Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva, dessen Sieg seine Partei bereits anerkannt hat.
