Keine klare Mehrheit bei der Parlamentswahl in Israel
Ersten Prognosen zufolge hat die Parlamentswahl in Israel keinen klaren Sieger hervorgebracht. Weder für Premierminister Benjamin Netanjahu noch für seinen wichtigsten Herausforderer Gadi Eisenkot zeichnet sich eine Mehrheit in der 120 Sitze zählenden Knesset ab. Nach Angaben von Channel 11 kommt Netanjahus Likud Partei auf 25 Mandate, andere Sender sehen sie bei 24 Sitzen. Eisenkots Partei Jaschar landet demnach bei 21 Mandaten.
Damit erreicht kein Lager die absolute Mehrheit. Das Lager von Eisenkot liegt den Prognosen zufolge bei etwa 53 Sitzen, das von Netanjahu bei 50. Die Regierungsbildung und die Frage nach dem künftigen Premierminister bleiben offen. Deutliche Zugewinne verzeichnen offenbar die arabischen Parteien. Die islamisch konservative Raam Partei käme auf sieben Sitze, die linksgerichtete Vereinigte Liste auf zehn. Die Opposition wertet das Ergebnis als Niederlage Netanjahus. Eine Stellungnahme des Regierungschefs lag zunächst nicht vor.
