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Netanjahu, Eisenkot und Israels Identität im Wahlkampf

Vor der Wahl in Israel wirbt Gadi Eisenkot in Sderot und anderen Städten gezielt mit seiner marokkanischen Herkunft. Der frühere Generalstabschef tritt für die liberale Partei Jaschar an und nutzt auf seinen Plakaten den Slogan, der den Begriff für Ministerpräsident mit den marokkanisch arabischen Worten für einer von uns verbindet.

Sderot gilt seit Jahren als Hochburg der israelischen Rechten und als Bastion von Benjamin Netanjahus Likud. Zugleich ist die Stadt ein Symbol marokkanisch jüdischer Kultur in Israel. Die politische Spaltung zwischen Juden europäischer Herkunft und Mizrachim, also Juden mit Wurzeln vor allem im Nahen Osten und in Nordafrika, prägt das Land bis heute.

Eisenkots Partei wirft dem Likud vor, misrachische Politiker an den Rand zu drängen. Die Debatte verschärfte sich, nachdem ein rechtsgerichteter Journalist den Politiker im Fernsehen beleidigt hatte. Sderot selbst wurde in den vergangenen Jahren immer wieder von Angriffen aus dem Gazastreifen getroffen, besonders schwer beim Hamas Angriff am 7. Oktober 2023.

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