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In Serbien beendet die Studentenliste die Ära Vucic

In Serbien hat die von Studierenden getragene Liste die Parlamentswahl klar gewonnen und Aleksandar Vucic nach mehr als 14 Jahren an der Macht besiegt. Die Liste kam auf rund 53 Prozent der Stimmen, das Bündnis um die Serbische Fortschrittspartei auf etwa 39 Prozent. Keine weitere Liste überwand die Dreiprozenthürde, nur Vertreter nationaler Minderheiten zogen ebenfalls ins Parlament ein.

Im Wahlkampf und am Wahltag gab es Berichte über Stimmenkauf und Druck auf Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Kritiker werfen Vucic seit Jahren Korruption, die Vergabe öffentlicher Großaufträge an parteinahe Unternehmer und die Kontrolle über die Medien vor. Nach dem Wahlergebnis gratulierte Vucic der Studierendenliste und sprach zugleich von zerstörerischen Kräften. Auf den Straßen Belgrads und anderer Städte wurde in der Nacht zum Montag gefeiert.

Die Protestbewegung war nach dem Einsturz des Bahnhofsvordachs in Novi Sad mit 16 Toten entstanden. Auslöser waren Vorwürfe politischer Korruption bei der Sanierung.

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