DDR Bürgerrechtler Martin Gutzeit gestorben
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DDR Bürgerrechtler Martin Gutzeit gestorben

Der evangelische Theologe und DDR Bürgerrechtler Martin Gutzeit ist tot. Er starb am Dienstag im Alter von 74 Jahren in einem Berliner Krankenhaus, wie sein Weggefährte Stephan Hilsberg bestätigte.

Gutzeit war 1989 Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei in der DDR. 1990 zog er als SPD Abgeordneter in die erste frei gewählte Volkskammer ein und war zeitweise auch Mitglied des Bundestags. Von 1993 bis 2017 war er Berliner Landesbeauftragter für die Stasi Unterlagen und setzte sich für die Aufarbeitung der SED Diktatur ein.

Berliner Vertreter würdigten Gutzeit als mutigen Oppositionspolitiker und wichtigen Akteur der Friedlichen Revolution. 2017 verabschiedete ihn der damalige Regierende Bürgermeister Michael Müller mit Dank für seinen Einsatz. Bereits 1995 war Gutzeit gemeinsam mit anderen früheren DDR Bürgerrechtlern mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.

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