Mögliche neue Verhandlungen: Selenskyj wirft Kreml gezielte Tötung von Zivilisten vor
Vor möglichen neuen Verhandlungen unter US Vermittlung wirft der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Russland die gezielte Tötung von Zivilisten vor. In der Region Dnipropetrowsk seien vier Menschen getötet und 22 weitere verletzt worden, darunter ein elfjähriges Mädchen. In Winnyzja traf demnach eine Drohne ein Hochhaus, sechs Menschen wurden verletzt. Insgesamt gab es nach seinen Angaben Schäden in neun Regionen.
Selenskyj sprach von Angriffen auf Wärmekraftwerke, Umspannwerke, Kohlebergwerke, Getreidelager und Einkaufszentren. In Charkiw sei zunächst ein Baumarkt getroffen worden, danach hätten russische Kräfte Rettungskräfte angegriffen. Russland habe in dieser Woche rund 1600 Gleitbomben, 48 Marschflugkörper und ballistische Raketen sowie fast 2300 Drohnen eingesetzt. Selenskyj forderte zugleich weitere Flugabwehrraketen für die Verteidigung.
Der Kreml bestätigte Pläne für neue Gespräche mit der Ukraine unter US Vermittlung im November. Ein Termin steht noch nicht fest. Aus US Regierungskreisen hieß es, eine nächste Verhandlungsrunde könne in einigen Wochen in Abu Dhabi oder in der Schweiz stattfinden.
