Osteuropa Experte zu Ukraine Gesprächen: Keine großen Hoffnungen
Der Osteuropaexperte Andreas Umland sieht keine großen Fortschritte bei möglichen Gesprächen zwischen Russland, den USA und der Ukraine. Er hält die Ankündigung des Kremls, ab Mitte November wieder verhandeln zu wollen, für wenig glaubwürdig und spricht von weiterem Verhandlungstheater. Russland verlange im Gegenzug für einen Waffenstillstand weiterhin Gebietsabtretungen von der Ukraine.
Umland erwartet auch nicht, dass die ukrainische Bereitschaft, die Frontlinie einzufrieren, den Kreml zum Einlenken bewegt. Russland habe ähnliche Vorschläge aus Kiew schon mehrfach abgelehnt. Zugleich hält er es für möglich, dass steigender innerer Druck in Russland durch ukrainische Langstreckenangriffe und wirtschaftliche Probleme später zu einer anderen Haltung führen könnte.
Mit Blick auf die Beziehungen zwischen den USA und Russland sagte Umland, die jüngsten Signale seien vor allem im Kontext des amerikanischen Wahlkampfs zu sehen. Europa sei trotz des Drucks weiterhin in der Lage, die Ukraine zu unterstützen und habe ein eigenes Interesse daran, eine Ausweitung des Krieges zu verhindern.
