Offizier lieferte Ziele an Kiew: Russischer Überläufer soll Tötung von mehr als 300 Kameraden verholfen haben
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Offizier lieferte Ziele an Kiew: Russischer Überläufer soll Tötung von mehr als 300 Kameraden verholfen haben

Ein russischer Offizier soll monatelang Ziele und Einsatzinformationen seiner Brigade an die Ukraine weitergegeben und damit Angriffe auf die eigenen Truppen ermöglicht haben. Nach Recherchen des Wall Street Journal sollen dabei mehr als 300 russische Soldaten getötet worden sein. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Im Zentrum steht der 26 Jahre alte Lew Stupnikow, der früher für Kommunikation und Funkverbindungen eines russischen Bataillons zuständig war. Er soll Positionen, Funkfrequenzen, Truppenbewegungen und Einsatzpläne übermittelt und an mehreren Sabotageaktionen mitgewirkt haben. Im Juli 2024 sei er übergelaufen und kämpfe inzwischen auf ukrainischer Seite im Russischen Freiwilligenkorps.

Besonders folgenreich war dem Bericht zufolge ein Angriff im Februar 2024, bei dem 68 Soldaten getötet und 60 verletzt worden sein sollen. Weitere Hinweise von Stupnikow sollen später zu Angriffen auf Offiziersversammlungen und Stellungen der Brigade geführt haben. Er sagte, er wolle für seine Rolle in der Invasionsarmee Buße tun.

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