In Kiew wächst die Kritik an Bürgermeister Klitschko
In Kiew wächst vor dem kommenden Winter die Kritik an Bürgermeister Vitali Klitschko. Demonstrierende werfen ihm Missmanagement vor und fordern seinen Rücktritt. Sie beklagen Chaos auf den Straßen, Probleme im öffentlichen Nahverkehr, intransparente Großbauprojekte und Korruptionsskandale im Umfeld des Bürgermeisters. Auch die Strom und Wasserversorgung steht im Zentrum der Vorwürfe.
Die Lage in der ukrainischen Hauptstadt wird zusätzlich durch anhaltende russische Luftangriffe erschwert. Es gibt zu wenig Schutzräume, stundenlange Ausfälle bei Strom und Wasser sowie große Sorgen mit Blick auf den Winter. Der Politologe Wolodymyr Fesenko spricht von allgemeinem Missmanagement und kritisiert vor allem umfangreiche Straßenbauarbeiten.
Auch Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Klitschko vor, bei der Vorbereitung auf den Winter versagt zu haben. Klitschko weist die Vorwürfe zurück und verweist auf die ständigen Angriffe auf die Infrastruktur. Der frühere Chef von Ukrenerho, Wolodymyr Kudryzkyj, warnt zudem, dass kritische Einrichtungen vielerorts nicht ausreichend mit Notstrom ausgestattet seien.
