Westjordanland: EU und USA kritisieren Siedlergewalt
Die EU hat Angriffe gewalttätiger israelischer Siedler im Westjordanland auf Palästinenser und europäische Diplomaten scharf verurteilt. Sie fordert eine vollständige Aufklärung und wirksame Maßnahmen, um weitere Gewalt zu verhindern, auch zum Schutz von Journalisten.
Am Samstag hatten Siedler einen Autokonvoi europäischer Diplomaten in Taibe angegriffen. Dabei wurde auch der französische Bürgermeister Bernard Baudoux attackiert. Der 78 Jährige berichtete, er sei zu Boden geworfen, geschlagen und mit Eisenstangen malträtiert worden. Belgien und Frankreich protestierten scharf, Israels Polizei leitete Ermittlungen ein.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und Außenminister Gideon Saar stellten die Berichte teilweise infrage, verurteilten zugleich aber auch die Gewalt israelischer Randalierer. Parallel dazu gab es weitere Übergriffe auf Journalisten. Die US Fotografin Heidi Levine wurde verletzt, nachdem sie Aufnahmen von Gewalt gegen palästinensische Olivenbauern machen wollte. Die USA fordern von Israel ein stärkeres Vorgehen gegen Siedlerangriffe.
